KENDO News:


Am 11.05.2013 findet von 11:00h bis 16:00h unser Samstagtraining in der Brunnmatthalle statt.







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KENDO


Kendo ist weder an Alter noch an Geschlecht gebunden. Menschen jeden Alters können mit Gewinn Kendo erlernen.

Sportliche Top-Leistungen sind beim Kendo weniger wichtig als rege Teilnahme an den Übungsstunden. Kendo erschließt sich insbesondere aus regelmäßigem Üben über viele Jahre.

Wichtigster Punkt des Kendo-Trainings ist das Üben des sportlichen Kendos. Grundübungen, einfache Angriffe, Gegenangriffe, Ausdauerübungen und Übungskämpfe gehören u.a. dazu. Die wichtigsten Übungen sind Kirikaeshi und Kakarigeiko. Kirikaeshi ist eine rasche Folge von bestimmten Schlägen, die als Routine und in Bewegung gegen den Partner auszuführen sind. Kakarigeiko ist eine Übung, bei der der Schüler seinen Partner angreift und blitzschnell Blößen erkennen und angreifen muss, wobei die Blößen i.d.R. vom Partner absichtlich hingehalten werden. Der Freikampf, Ji-Geiko, ist von untergeordneter Wichtigkeit.

Neben dem sportlichen Kendotraining ist für das Verständnis von Kendo die sogenannte KATA essentiell. Kata, auf deutsch etwa >Form<, ist eine Abfolge von Angriffen und Gegenangriffen, die exakt vorgeschrieben sind. Hierbei hat die Lehrerseite immer die Rolle des Angreifers inne, die Schülerseite immer die des Verteidigers. Der Lehrer greift immer mit einem Langschwert (Katana) an, während der Schüler in den ersten sieben Kata ebenfalls ein Katana führt, bei den abschließenden drei Kata jedoch ein Kurzschwert (Wakizashi). Benutzt werden i.d.R. Holzschwerter, die jedoch in Form dem Original sehr nahe kommen. Nur ausgesprochene Spezialisten dürfen Kata mit echten Schwertern ausführen, da die Schläge des Lehrers ernsthaft ausgeführt werden und die des Schülers erst im allerletzten Moment, Millimeter vor dem Ziel abgestoppt werden. Für das Verständnis von Kendo ist es wichtig, zu begreifen, dass in allen zehn Kata der Verteidiger gewinnt. Nicht der Angreifer, sondern der Angegriffene wird zum Sieger.

Innere Einstellung

Die innere Einstellung ist beim Kendo sehr wichtig und unterscheidet sich gravierend von anderen Arten des Budo, wie zum Beispiel dem Aikido. Im Aikido, wo die Energie des Gegners gegen ihn verwendet wird, wartet man auf den Angriff des Gegners. Beim Kendo gibt es keine echten Verteidigungen. Wenn überhaupt wird hier auf den Gegner ein geistiger Druck (Seme) ausgeübt und zum Schlagen provoziert. Da dieser Schlag erwartet wird, kann eine Kontertechnik (Ojiwaza) erfolgen. Ein anderer Ansatz des Angriffs sind die sog. Shikagewaza. Durch diese Techniken wird die Haltung des Gegners gebrochen, damit dem eigenen Schlag nichts im Wege steht und auch keine Kontertechnik erfolgen kann.

Im Moment des Schlages darf nicht gezögert werden, da sonst der Schlag nicht mit voller Überzeugungskraft ausgeführt wird. Es ist nicht wichtig, ob man selber getroffen wird, sondern entscheidend ist der eigene Schlag. Auch im Wettkampf (Shiai) sollte dies die richtige Einstellung sein, denn:

Wer verteidigt, verpasst die Gelegenheit zum Angriff!